Solarlexikon G - M G  Gleichrichter  Gleichrichter werden in der Elektrotechnik zur Umwandlung von (meist sinusförmiger) Wechselspannung in Gleichspannung benutzt. Gleichstrom  Gleichstrom ist ein elektrischer Strom, bei dem sich der Betrag und die Richtung nicht ändern. In der theoretischen Elektrotechnik wird nur zeitlich gleichbleibender Stromfluss als Gleichstrom bezeichnet. In der Praxis werden aber auch Mischströme mit größtenteils Gleichanteil als Gleichstrom bezeichnet, insbesondere, wenn die Schwankungen des Stroms für den Verbraucher nicht merkbar sind. Direkte Gleichstromquellen sind etwa Batterien, Akkus und Photovoltaische Zellen (Solaranlagen). Globalstrahlung  Unter Globalstrahlung versteht man die gesamte Strahlungsenergie der Sonne, die pro Zeiteinheit auf eine horizontale Fläche auf der Erdoberfläche fällt. Sie setzt sich zusammen aus der auf direktem Weg eintreffenden Solarstrahlung, der Direktstrahlung und der Strahlung, die über Reflexion an Wolken, Wasser- und Staubteilchen die Erdoberfläche erreicht, die Diffusstrahlung. Gemessen wird die Globalstrahlung in Watt pro Quadratmeter (W/m². Die Globalstrahlung beträgt bei wolkenlosem Himmel im Sommer in Mitteleuropa etwa 1.000 W/m². Bei trübem, wolkigem Wetter besteht sie nur aus dem Diffusstrahlungsanteil und ihr Wert sinkt auf Werte unter 100 W/m². Ab einem Wert von 120 W/m² spricht man von Sonnenschein. H  Hinterlüftung  Die Hinterlüftung sorgt für eine Kühlung der Solarmodule und somit für einen maximalen Wirkungsgrad dieser. Hot Spot Ein Hot Spot entsteht bei der Abschattung eines Solarmoduls bzw. einer einzelnen Solarzelle. I Inselsystem Ein Inselsystem ist ein Solarstromsystem, das zur Energieversorgung eines isoliert gelegenen Verbrauchers beiträgt, d.h. ohne an ein Netz gekoppelt zu sein. Der Strom wird folglich nicht ins Stromnetz eingespeist. Häufig findet man es in den Bergen oder in ländlichen Gegenden, die nicht an ein Stromnetz angeschlossen sind. Investitionskosten  Für ein kWp installierte Leistung einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage muss man derzeit (Inbetriebnahme 2008) bei großen Freiflächenanlagen mit etwa 4.000 € rechnen, bei kleineren Dachanlagen je nach Montageaufwand mit ca. 4.800 €. Wenn man die Photovoltaikanlage selbst montiert, minimieren sich die Kosten. Die Kosten der Module, Wechselrichter, Installation und Versicherung sind in der Regel als Nettopreise (ohne Mehrwertsteuer) zu betrachten, da der Betreiber einer Photovoltaikanlage vom Finanzamt als Unternehmer betrachtet wird. Eine Gewerbeanmeldung ist aber in den meisten Fällen nicht notwendig. K  Kilowattstunde (Abk. kWh)  Kilowattstunde, 1 Kilowatt (kW) sind 1.000 Watt. Eine Kilowattstunde ist eine Maßeinheit der elektrischen Energie. Kosten  Für ein kWp installierte Leistung einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage muss man derzeit (Inbetriebnahme 2008) bei großen Freiflächenanlagen mit etwa 4.000 € rechnen, bei kleineren Dachanlagen je nach Montageaufwand mit ca. 4.800 €. Wenn man die Photovoltaikanlage selbst montiert, reduzieren sich die Kosten. Die Kosten der Module, Wechselrichter, Installation und Versicherung sind in der Regel als Nettopreise (ohne Mehrwertsteuer) zu betrachten, da der Betreiber einer Photovoltaikanlage vom Finanzamt als Unternehmer betrachtet wird. L  Laderegler  Ein Laderegler wird zwischen die Photovoltaikanlage und den Akku geschaltet. Er überwacht und regelt den Ladevorgang. Weitere Funktionen sind der Schutz vor Tiefenentladung des Akkus und das MPP-Tracking. M  MPP, englische Abk. für Maximum Power Point Als Maximum Power Point (Punkt maximaler Leistung) wird der Punkt des Strom-Spannungs-Diagramms einer Solarzelle bezeichnet, an dem die größte Leistung einer Solarzelle entnommen werden kann, d.h. der Punkt, bei dem die Solarzelle ihr Maximum hat. Der MPP variiert in einem Intervall. Er hängt von der Bestrahlungsstärke und dem Typ der Solarzellen ab. Damit eine Solarzelle oder ein Solargenerator immer am MPP betrieben werden kann, werden häufig sogenannte MPP-Tracker eingesetzt. Diese vermeiden elektrische Leistungsverluste und gehören zur Ausstattung eines Ladereglers und eines Wechselrichters. Modul, siehe auch Solarmodul Ein Solarmodul wandelt Strahlungsenergie in elektrische Energie um. Wesentliche Bauelemente eines Solarmoduls sind dabei die Solarzellen. Kennzeichnend für ein Solarmodul sind die elektrischen Anschlusswerte. Diese sind von den einzelnen Solarzellen und deren Verschaltung innerhalb des Moduls abhängig. Das Solarmodul kann einzeln verwendet werden oder zu Gruppen verschaltet in einer Photovoltaik-Anlage betrieben werden. Modulstring Als Modulstring werden in mehreren Reihen geschaltete Solarzellen eines Moduls bezeichnet. Modulwirkungsgrad Als Modulwirkungsgrad wird das Verhältnis der abgegebenen Energie zur eingestrahlten Energie, bezogen auf die Modulfläche, bezeichnet. Die Wirkungsgrade marktüblicher Photovoltaikmodule/Solarmodule liegen zwischen 6 und 9 % bei Dünnschichtmodulen und bei monokristallinen Modulen zwischen 14 und 18 %. Für die Gesamtbetrachtung müssen allerdings noch die Verluste des Wechselrichters mit einbezogen werden. Monokristallines Silizium  Als monokristallines Silizium wird Silizium bezeichnet, das in Form von Einkristallen vorliegt. Multikristallines oder polykristallines Silizium  Als polykristallines oder multikristallines Silizium wird Silizium bezeichnet, das aus kleinen zusammenhängenden Kristallen besteht, die einige Millimeter bis Zentimeter groß sind. Dadurch ist eine einfachere Herstellung wie bei monokristallinem Silizium möglich. Impressum | AGB |  © RESUTEC e.K. | Letzte Änderung: 05.06.2010